Desenzano del Garda, Osteria La Contrada
Die Worte auf dem Bogen aus Nußholz, der die beiden gemütlichen Säle verbindet, ist vielsagend: “Parva sed apta mihi”, „Klein aber für mich genug“ steht dort. Man könnte keine besseren Worte finden,denn genau das denken die Leute, die die Osteria La Contrada besuchen und schätzen . Mit seinen zwei sauberen, hellen Sälen ist das Restaurant ein gemütliches Lokal in Desenzano del Garda, unweit des Sees. Es hat Platz für 40 Gästeund seit über zehn Jahren kann man hier typische Gerichte der Gegend im Zeichen der echten Slow-Philosophie geniessen. Das schätzen Menschen, die wissen, dass ein gutes Mittagessen auch ein Ritual ist.
Klein aber fein. Das Lokal ist klein, aber das stört nicht. Im Gegenteil, die Dimension ist sein Stolz und Kraftpunkt. Das gemütliche Ambiente ist ideal für Personen, die in Ruhe ihr Mittagessen geniessen und dabei ohne Hast einige der vielfältigen Gerichte der italienischen Gastronomie ausprobieren wollen, darunter delikate Seespezialitäten. Die Tische im Inneren sind geschmackvoll verteilt, die Atmosphäre ist zum Entspannen geeignet und es fehlt nicht an Gemütlichkeit.
Jetzt kommen wir zum Menü. Wie Gourmetköche wissen,sollte ein gutes Gericht nicht nur schön angerichtet und raffiniert aussehen. Es muss auch verlockend, schmackhaft und üppig sein. Das sind knappe,einfache Regeln, würde ich sagen. Zuletzt hatte ich jedoch Pech und habe oft in Restaurants gegessen, in denen diese Regeln nicht beachtet wurden. Auf Form versessen, richten sie mehr Aufmerksamkeit auf Verzierungen, statt auf die Üppigkeit des Mahls. Im letzten Restaurant, in dem ich speiste, war das bestellte Filet nur nebensächliches Detail in einem minutiösen Gemälde aus Blättern und Ornamenten aus Essigsoße. Alles sehr schön, aber…
Zurück zum Menü. Frau Marta Zancarli, freundlich und elegant, gleitet durch die SAELE und stellt den Gästen sorgfältig das reiche, köstliche Menü vor. Als Vorspeise: Hecht mit Polenta aus Storo-Mehl oder Terrina di Lago, geräucherte Forelle und Filet aus marinierter Maräne. Wer Fleisch bevorzugt, sollte das geschmackvolle Salá und die lokalen Wurstsorten wählen, die mit gegrilltem Gemüse angeboten werden. Hauptgerichte sind Risotti mit Hecht, Pilzen, oder mit Amarone-Wein. Es folgen Tagliolini al Bagoss, oder Ravioli mit Fischfüllung. Als zweites Gericht winkt die im Ofen gebackene Maräne, die an den Duft des Sees erinnert. Als Alternative kommen gebratene Fische oder Flussgarnelen in Frage. Wer stärkere Geschmacksrichtungen bevorzugt, sollte die gebackene Hasenroulade mit glasierten Zwiebeln kosten. Auch Ossobuco mit Risotto und Safran, der in Pozzolengo angepflanzt wird,schmeckt hervorragend.
Großes Finale. Mit einem derartigen Angebot an Köstlichkeiten kann man einfach nicht enttäuscht werden. Wer immer noch nicht satt ist, bestellt sich Creme Brulee, Tarte Tatin und Nusskekse mit Mascarpone-Creme zum Dessert. Sollten Sie noch einen wertvollen Wein suchen, schauen Sie einfach in die Karte. Sie werden sicherlich beeindruckt sein.
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